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Drei
Aufführungen vor ausverkauftem Publikum im Kosmos Theater
Die Multimedia-Produktion 'HaShem - der Name' wurde vom 4. bis zum 6.
November 2004 im KosmosTheater in Wien uraufgeführt. Das Stück
handelt von hebräischen Schriftzeichen und Transzendenz. Das KosmosTheater
mit seinen 140 Sitzplätzen war an allen drei Tagen ausverkauft. Intendantin
Barbara Klein zeigte sich erfreut über die gelungene Zusammenarbeit
und die durchwegs positiven Besucherreaktionen:
Die Produktion 'HaShem - der Name' hat sich als spannende interdisziplinäre
Performance erwiesen. Die Verknüpfung von Sprache, Live-Musik, Bild
und Tanz in präziser, klarer Abfolge hat das zahlreich erschienene
Publikum begeistert.
Ein
Ausstrecken nach dem Unfassbaren
'HaShem' ist ein Synonym für den Namen, der schon in alten hebräischen
Schriften für das Transzendente verwendet wurde. Was die vier geheimnisvollen
Schriftzeichen genau bedeuten, ist im Laufe der Zeit verloren gegangen.
Niemand weiß mehr wie der Name auszusprechen ist. Um eine Annäherung
an das Unaussprechliche ging es auch in der Vorführung.
Ein
interdisziplinäres Zusammenspiel
Auf der Suche nach dem, was nicht zu fassen ist, nähern sich Licht,
Mensch und Klang einander an. Der Medienkünstler Thomas Hirt lässt
in 'HaShem - der Name' über die Präzision staunen, mit der die
einzelnen Kunstformen auf einander abgestimmt sind. Videoprojektionen,
Tanz und Musik verschmelzen zu einem homogenen Ganzen und lassen den Betrachter
in eine fremde Welt eintauchen.
Lichttanz und Tanzlicht
Die junge Choreographin Christina Hirt entwickelte in Zusammenarbeit mit
Betka Fislova vom Tanztheater Homunculus Bewegungsabläufe, die auf
Lichtspiele reagieren oder das Licht selbst zum Tanzen bringen.
Ein
spannendes musikalisches Experiment
Das Geschehen auf der Bühne wird getragen von Musik, die Stilelemente
aus moderner Musik, Jazz und Rock vereint. Die Komponistin Jung-Won Hyun
lies sich durch Töne, Intervalle und rhythmische Muster der jüdischen
Folklore inspirieren. Harry Demmer am Schlagwerk, Bernhard Kitzmüller
an der E-Gitarre und die Sängerin Carola Caye verleihen durch ihr
inniges und klares Zusammenspiel der Komposition Gestalt und entwickeln
sie weiter zu einem eigenen Körper, der von den Projektionen und
dem Tanz nicht mehr loszulösen ist.
Ein zauberhafter Reigen aus Licht, Tanz und Klang
Grafische Symbole betreten die Bühne, verweben sich mit dem Klangteppich
aus Schlagwerk, Gesang und Gitarre und werden von der Tänzerin mal
spielerisch, mal meditativ aufgenommen. Das Stück beschreibt einen
Reigen, der ewig weitergehen könnte, und endet mit einem großen
Fragezeichen: Ist eine Annährung an Unfassbares überhaupt möglich?

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